Post-Gamescom-Verstimmung und Messefazit

Sonntagnachmittag, Dauerregen in der Domstadt. Endlich einmal Zeit zur Ruhe zu kommen und zu schreiben. Meine vergangene Woche bestand in erster Linie aus einer Post-Gamescom-Verstimmung. Jedes Jahr freue ich mich aufs Neue auf die Messe, auf diese eine Woche, in der mein Nerd-Ich sich voll ausleben kann. Ist im Übrigen auch meine einzige jährlich fest verplante Urlaubswoche… Natürlich gehören Games auch sonst zu meinem Alltag dazu, aber in dieser einen Woche im Jahr ist alles eben ein bisschen intensiver.

Wer sich für den letzten Artikel schon auf meinem Blog rumgetrieben hat, wird sich denken können, was mein Messehöhepunkt war. Klar, die Rocket Beans – sowohl ihre umfassende Präsenz und Berichterstattung als auch die Wahnsinnsparty in Zusammenarbeit mit XMG . Dank meinem Blog ist es jetzt immerhin schon so weit, dass selbst meine Mama weiß, was „Bohnen“ sind.

Cut.

Wieder Sonntagnachmittag, strahlender Sonnenschein in der Pfalz. Es war dem Schreiben also doch etwas dazwischengekommen letzte Woche, so knüpfe ich einfach eine Woche später an den Text an…Ganz nach dem Motto: meine Welt, mein Blog, meine Regeln.

Nun also zu meinen Messe-Highlights. Am präsentesten in meinem Kopf ist der PS4-Titel Horizon Zero Dawn. Das Setting ist schnell erzählt: Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Frühere Megacities wie New York sind nur noch ein Schein ihrer selbst, überzogen von Pflanzen, Bäumen, Natur. Es gibt einige Menschenstämme, in einem lebt auch unsere Protagonistin Aloy. Außerdem wird die Welt von maschinenartigen Wesen bevölkert. Aloy und ihr Stamm leben davon, wichtige Ressourcen von den Körpern dieser Wesen zu sammeln. Viel mehr ist noch nicht bekannt, es wird ausschließlich ein Singleplayer-Spiel sein, Release ist für 2016 geplant. Funfact: Bei der Hitze in der Messewoche war der Besuch der Horizon Zero Dawn-Präsentation eine wahre Wohltat. Denn der Raum war der kühlste Ort in den Messehallen.

Welt nach einer Apokalypse, schönes Charakterdesign, offene Welt, Pfeil und Bogen…gut, ich bin mit an Bord, das Spiel wird in meinem Wohnzimmer landen. Hier zeigt sich ein persönliches Gamescom-Phänomen von mir. Ich selbst stelle mich selten für mehrere Stunden in die Warteschlange für ein Spiel. Wie schon beschrieben geht es mir in erster Linie um das Gesamterlebnis Gamescom – die Menschen, das Flair, Games überall. Bei Spielen ist es meist so, dass ich bereits vorher genau weiß: kauf ich oder kauf ich nicht. Zu „Kauf ich“ zählen zum Beispiel beschriebenes Horizon Zero Dawn, FF XV und Xenoblade Chronicles X. In „Kauf ich nicht“ fallen grundsätzlich nahezu alle PC-exklusiven Titel sowie Spiele, die monatliche Abogebühren fordern.

Eine Ausnahme dieses Jahr war Fallout 4, das wohl auf den meisten Games-Seiten als Highlight der Messe genannt wird. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen habe ich allerdings nicht die Tage bis zu dessen Ankündigung gezählt, auch die früheren Teile gingen an mir vorbei. Nach dem ersten Eindruck auf der Gamescom-Präsentation allerdings steht es bei mir schon ziemlich sicher auf der „Kauf ich“-Liste. Die Welt nach einer Atomkatastrophe plus Begleiter in Form einer treuen Hundeseele, da hab ich angebissen. Also nur her damit.

Ein Moment wäre da noch, der mir ebenfalls im Gedächtnis geblieben ist. In der Retroecke (wo inzwischen schon Gamecube und Xbox zuhause sind – ja das ist wohl schon retro) habe ich zum ersten Mal Smash Bros Melee gespielt. Dabei konnten Kirby und ich uns nach hartem Kampf durchsetzen: ein großer Sieg für mich, ein kleiner für das Ansehen von weiblichen Zockern.

Und dann wäre da noch mein Messefail. Square Enix präsentierte zwar zu meiner Freude FF XV („kauf ich“). Um es anspielen zu können, musste man zuvor aber die Chance dazu gewinnen. An sich ja nicht verkehrt, aber meist waren die Stationen deshalb leider leer… Fand ich irgendwie kontraproduktiv.

Jetzt beginnt wieder das Warten. Auf die angekündigten Spiele. Auf die nächste Gamescom. So mir kein Blumentopf auf den Kopf fällt, werde ich auch 2016 wieder da sein. Und es genauso lieben wie jedes Jahr.